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Der Multi‑Hop‑Modus verbindet zwei unabhängige BeAdmin‑Installationen zu einer Kette «Eingang → Ausgang». Der Traffic läuft Gerät → Eingangs‑Hop → Ausgangs‑Hop → Internet: das Gerät verbindet sich mit dem ersten Server, ins Internet tritt es aber bereits über den zweiten aus. Eine Kette ist geeignet, wenn ein einzelner Amnezia‑Server nicht mehr ausreicht — seine IP ist nicht mehr erreichbar oder Sie brauchen eine Ausgangsadresse in einem anderen Land.
In diesem Artikel: wozu eine Kette dient und wie Sie sie aus zwei Servern aufbauen — einen Ausgangs‑Hop anlegen, einen Eingangs‑Hop damit verbinden und prüfen, dass die Kette funktioniert. Wenn Sie das Modul gerade erst kennenlernen, beginnen Sie mit Amnezia. Schnellstart; wie die Traffic‑Tarnung funktioniert, steht in Amnezia. So funktioniert der Dienst.
Bei einem gewöhnlichen Amnezia‑Nutzer tritt der Traffic mit der IP Ihres Servers ins Internet aus, und der Provider sieht die Verbindung zu eben diesem Server. Solange der Server nicht ins Visier gerät, reicht das. Ist seine IP aber nicht mehr erreichbar oder müssen Sie den Traffic aus einem anderen Standort austreten lassen, brauchen Sie eine andere Ausgangsadresse.
Eine Kette trennt die beiden Punkte, an denen der Server von außen sichtbar ist:
Selbst wenn der Eingangs‑Hop nicht mehr erreichbar ist, bleibt die Ausgangsadresse abseits — und umgekehrt. Das ist keine Anonymisierung auf Tor‑Niveau: Die Kette fügt genau einen Zwischenknoten hinzu, um die Ausgangs‑IP zu wechseln, nicht mehr.
BeAdmin an verschiedenen Standorten — andernfalls ergibt eine Kette keinen Sinn: Ihre ganze Aufgabe ist es, Eingang und Ausgang auf verschiedene Netze zu verteilen. Auf jedem Server muss das Amnezia‑Modul installiert sein. Nennen wir sie Installation A (künftiger Eingang) und Installation B (künftiger Ausgang).Haben Sie die Server für den Eingangs‑ und den Ausgangs‑Hop noch nicht gewählt, bieten unsere Partner einen VPS mit bereits installiertem BeAdmin — zur Auswahl in mehreren Ländern: den Eingang nehmen Sie am besten näher beim Nutzer, den Ausgang am gewünschten Standort.
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ℹ️ Die Rolle wird dem Nutzer zugewiesen, nicht dem Server
Der Multi‑Hop‑Modus ist eine Rolle des einzelnen Nutzers, nicht ein Modus der ganzen Installation. Auf einem Server leben eigenständige Nutzer, Eingangs‑Hops und Ausgangs‑Hops problemlos nebeneinander. Eine Installation kann zugleich Eingang für die einen und Ausgang für die anderen Nutzer sein — also in beide Richtungen arbeiten.
ℹ️ Eine Kette braucht zwei Nutzer
Die Kette setzt sich aus zwei Nutzern zusammen: einem Ausgangs‑Hop auf dem einen Server und einem Eingangs‑Hop auf dem anderen. Jeder belegt einen Slot in der Lizenz seines Servers. Brauchen Sie mehr als eine Multi‑Hop‑Verbindung, müssen Sie die Lizenz für beide Server erwerben.
Zwischen den beiden Panels gibt es keine gemeinsame Verwaltung — sie wissen nichts voneinander. Die Verbindung ist einseitig und wird von Hand hergestellt: Der Ausgangs‑Hop gibt einen speziellen Link awgmh://… aus, und Sie kopieren ihn und fügen ihn in den Eingangs‑Hop auf dem anderen Server ein. Die Reihenfolge ist wichtig — erst der Ausgang, dann der Eingang.
awgmh://… und kopiert ihn in die Zwischenablage. In ihm sind die Verbindungsparameter dieses Ausgangs‑Hops verankert. Übermitteln Sie ihn auf einem beliebigen Weg an Installation A.
awgmh://… ein.Den Link zum Ausgangs‑Hop können Sie sowohl beim Anlegen als auch später einfügen — im Dialog «Nutzer bearbeiten» eines bereits bestehenden Eingangs‑Hops gibt es dasselbe Feld.

Der Eingangs‑Hop ist ein vollwertiger Nutzer mit eigener Konfiguration: In seiner ausgeklappten Zeile gibt es zwei QR‑Codes (auf den Tabs AmneziaVPN und AmneziaWG) und eine .conf‑Datei. Genau diese geben Sie dem Endgerät, wie einem gewöhnlichen Nutzer (siehe Amnezia. Nutzerverwaltung). Den Rest läuft der Traffic von selbst durch die Kette.
Beim Eingangs‑Hop erscheint in der ausgeklappten Zeile die Kachel «Multi‑Hop‑Status» — sie zeigt an, ob der Eingang seinen Ausgang erreicht. Daneben ist, sobald die Verbindung eingerichtet ist, eine Kachel «Ausgangs‑Hop» mit der Adresse des Ausgangs‑Hops zu sehen.
| Status | Was er bedeutet und was zu tun ist |
|---|---|
| «Aktiv» | Die Verbindung steht, der Ausgangs‑Hop ist erreichbar — die Kette funktioniert. |
| «Prüfung…» | Das Panel fragt gerade den Ausgangs‑Hop ab. Warten Sie, der Status aktualisiert sich von selbst. |
| «Ausgang nicht verbunden» | Der Link zum Ausgangs‑Hop wurde noch nicht eingefügt. Öffnen Sie den Eingangs‑Hop zum Bearbeiten und fügen Sie den Link awgmh://… ein (Schritt 2). |
| «Ausgang nicht erreichbar» | Der Ausgangs‑Hop antwortet nicht. Prüfen Sie, ob auf Installation B der Amnezia‑Dienst läuft, der Server eingeschaltet und über das Netz erreichbar ist und sich Adresse und Port des Ausgangs nicht geändert haben. |
Die Ausgangs‑Hop‑Rolle lässt sich auch einem bereits bestehenden Nutzer zuweisen — über den Dialog «Nutzer bearbeiten», indem Sie «Modus» auf «Multi‑Hop» und die Rolle auf «Ausgangs‑Hop» umstellen. Ein Ausgangs‑Hop hat aber keine eigene Konfiguration, daher warnt das Panel beim Speichern mit dem Dialog «In einen Ausgangs‑Hop verwandeln»: Der Nutzer verliert seine Verbindungseinstellungen, und seine aktive Verbindung wird getrennt. Hat der Nutzer angebundene Geräte, tun Sie dies bewusst — nach der Umstellung gibt es für sie nichts mehr zu importieren.
Die Verbindung des Eingangs‑Hops zum Ausgang lässt sich jederzeit ändern:
awgmh://… am gewünschten Ausgangs‑Hop und fügen Sie ihn in das Feld «Link zum Ausgangs‑Hop» im Bearbeiten‑Dialog des Eingangs‑Hops ein — die bisherige Verbindung wird durch die neue ersetzt. Der Link selbst wird nicht in dieses Feld vorausgefüllt: Er ist geheim und wird nicht erneut angezeigt, daher öffnet sich das Feld stets leer, während die aktuelle Bindung am Vermerk «Verbunden mit …» darüber zu erkennen ist.Um den Traffic aus einem anderen Standort austreten zu lassen, legen Sie einen neuen Ausgangs‑Hop an und verbinden den Eingang neu mit ihm:
BeAdmin darauf aus und binden Sie die Lizenz — eine eigenständige Installation wie die erste.