OpenVPN. Nutzerverwaltung
In diesem Artikel: Operationen an der VPN-Nutzerliste — wie die Liste aufgebaut ist, wie sich die .ovpn-Datei für die Verbindung abrufen, ein Nutzer bearbeiten, vorübergehend deaktivieren oder löschen lässt. Das Minimalszenario «Modul installieren und das erste Gerät verbinden» ist in OpenVPN. Schnellstart beschrieben; hier gehen wir ins Detail.
Anders als bei Amnezia und Xray hat OpenVPN in BeAdmin kein Lizenzlimit für Nutzer — legen Sie so viele an, wie nötig, ohne Aufpreis für Slots. Die Konten sind voneinander unabhängig; jedes erhält ein eigenes Zertifikat und eine eigene .ovpn-Datei.
Nutzerliste
Die Liste öffnet sich standardmäßig auf der Seite des OpenVPN-Moduls und enthält alle angelegten Nutzer mit ihrem aktuellen Status. Einen neuen Nutzer legen Sie mit der Schaltfläche «Nutzer anlegen» über der Liste an.
Jeder Nutzer ist eine Zeile, die per Klick ausklappt. Eingeklappt zeigt sie den Namen, optional die E-Mail-Adresse und den Schalter «Aktiviert» zur vorübergehenden Deaktivierung. Aktionen am Nutzer — .ovpn herunterladen, per E-Mail verschicken, bearbeiten und löschen — erscheinen, wenn die Zeile ausgeklappt ist: klicken Sie auf die Zeile, um sie auszuklappen.

Wenn es noch keine Nutzer gibt
Direkt nach der Installation ist die Liste leer: das Panel zeigt die Karte «Hier ist noch nichts» mit dem Vorschlag, den ersten Nutzer anzulegen, und der Schaltfläche «Nutzer anlegen». Nach dem Anlegen des ersten Nutzers verschwindet die Karte, und an ihrer Stelle erscheint die gewöhnliche Liste.
Ausgeklappte Nutzerzeile
Die ausgeklappte Zeile ist der Ort, an dem der Nutzer die Konfiguration für das Gerät erhält und an dem die Aktionen am Nutzer liegen. Bei OpenVPN wird die Konfiguration als Datei ausgegeben, nicht als Link oder QR-Code: das Panel weist direkt in der ausgeklappten Zeile darauf hin, dass für die Verbindung dem Nutzer die .ovpn-Datei zu übergeben ist.

.ovpn-Datei
Die Schaltfläche «.ovpn herunterladen» speichert die .ovpn-Datei — eine einzige Datei mit eingebetteten PEM-Zertifikaten und Schlüsseln; der Dateiname entspricht dem Nutzernamen. Die Verbindung zu OpenVPN erfolgt durch den Import dieser Datei in eine Client-App — andere Konfigurationsformate sind für OpenVPN nicht vorgesehen, und einen QR-Code gibt es dafür ebenfalls nicht.
Versand per E-Mail
Die Schaltfläche «Per E-Mail» schickt die .ovpn-Datei an die Adresse aus der Nutzerkarte. Sie ist verfügbar, wenn im Panel SMTP eingerichtet ist und beim Nutzer eine E-Mail-Adresse angegeben ist. Andernfalls ist die Schaltfläche inaktiv — der Tooltip nennt den Grund: SMTP ist nicht eingerichtet oder die Adresse fehlt.
Bearbeiten und Löschen
Die Schaltfläche «Bearbeiten» öffnet den Dialog mit den Nutzer-Einstellungen (Details im Abschnitt Nutzer bearbeiten). Die Schaltfläche «Entfernen» startet die Löschung — Details im Abschnitt Nutzer löschen.
Kacheln mit E-Mail und Kommentar
Unter den Schaltflächen liegen Kacheln mit E-Mail und Kommentar des Nutzers (sofern ausgefüllt). Die Felder selbst werden im Dialog «Nutzer bearbeiten» editiert.
Wenn SMTP nicht eingerichtet ist
Bei deaktiviertem SMTP erscheint in der ausgeklappten Zeile der Hinweis «E-Mail-Versand ist auf dem Server nicht eingerichtet.» mit dem Link «Zu den Einstellungen» — er führt zu den Systemeinstellungen des Panels, in denen das SMTP-Relay aktiviert wird. Solange das Relay nicht eingerichtet ist, bleibt die Schaltfläche «Per E-Mail» inaktiv; das Herunterladen der .ovpn-Datei funktioniert unabhängig davon. Details zur Einrichtung des Relays — im Artikel SMTP-Relay für den E-Mail-Versand einrichten.
Nutzer anlegen
Das Minimalszenario ist in OpenVPN. Schnellstart beschrieben: öffnen Sie den Dialog mit der Schaltfläche «Nutzer anlegen» im Listenkopf und füllen Sie die Felder «Nutzername», «E-Mail», «Kommentar», «Sprache des Nutzers» aus; der Schalter «Aktiviert» in der Fußzeile steuert den Status des Nutzers unmittelbar nach dem Anlegen. Der Nutzername ist optional — bleibt das Feld leer, erzeugt das Panel den Namen selbst; ansonsten sind 2–32 Zeichen aus lateinischen Buchstaben, Ziffern und Bindestrich erlaubt, und der Name muss unter den bestehenden Konten eindeutig sein.
⚠️ Einschränkungen durch Provider
Die Verschlüsselung des Datenverkehrs macht ein VPN zu einem zuverlässigen Mittel zum Schutz der Verbindung. In einigen Ländern und Regionen setzen Internetanbieter jedoch technische Maßnahmen gegen VPN-Protokolle ein. Eine vollständige Verfügbarkeit des Dienstes kann deshalb nicht garantiert werden — unabhängig von der Art der Verbindung. Wenn ein Protokoll bei Ihnen nicht funktioniert, probieren Sie ein anderes VPN-Modul aus dem Panel. Funktioniert keines davon in Ihrem Netzwerk, wenden Sie sich an den Support — wir erstatten die Lizenzgebühr.
Nutzer bearbeiten
Klicken Sie in der ausgeklappten Zeile auf «Bearbeiten» — der Dialog «Nutzer bearbeiten» öffnet sich.
Im Dialog lassen sich ändern:
- «E-Mail» und «Kommentar» — werden nach denselben Regeln wie beim Anlegen bearbeitet. Um den Wert zu leeren, lassen Sie das Feld leer und speichern Sie: das Panel löscht ihn auf dem Server.
- «Sprache des Nutzers» — Sprache der E-Mail mit der Konfiguration. Standard — «Englisch».
- «Aktiviert» — Schalter in der Fußzeile des Dialogs, erlaubt es, das Konto vorübergehend zu deaktivieren, ohne es zu löschen.
Der Nutzername ist in diesem Dialog nur lesbar — ein bestehender Nutzer kann nicht umbenannt werden. Die Schaltfläche «Speichern» ist nur aktiv, wenn im Formular etwas gegenüber dem aktuellen Zustand geändert wurde.

Nutzer aktivieren und deaktivieren
In der Nutzerzeile gibt es einen Schalter — ein Klick aktiviert oder deaktiviert das Konto ohne Öffnen eines Dialogs. Bei der Deaktivierung wird das Zertifikat des Nutzers in die Sperrliste (CRL) aufgenommen, und neue Verbindungen damit werden automatisch blockiert — ein Neustart des OpenVPN-Dienstes ist dafür nicht nötig. Bereits aufgebaute Sitzungen laufen bis zum Ende ihrer Laufzeit weiter; um sie sofort zu trennen, starten Sie den Dienst über den Seitenkopf des Moduls neu.
Wird ein deaktivierter Nutzer später wieder aktiviert, stellt das Panel ein neues Zertifikat für ihn aus — die alte, in der Client-App gespeicherte .ovpn-Datei funktioniert nicht mehr. Laden Sie eine frische .ovpn aus der ausgeklappten Zeile herunter und importieren Sie sie erneut in die App des Nutzers; das Panel weist unmittelbar nach der Aktivierung darauf hin.
ℹ️ Warum deaktivieren statt löschen
Das Deaktivieren ist hilfreich, wenn die .ovpn-Datei möglicherweise in fremde Hände geraten ist oder das Gerät des Nutzers vorübergehend nicht verfügbar ist: das Konto bleibt in der Liste, das alte Zertifikat funktioniert sofort nicht mehr. Wenn Sie den Nutzer nicht mehr zurückbringen möchten — wählen Sie das Löschen; auch dabei wird das Zertifikat gesperrt, jedoch endgültig.
Nutzer löschen
Klicken Sie in der ausgeklappten Zeile auf «Entfernen». Das Panel bittet im Dialog «Nutzer löschen» um Bestätigung mit dem Hinweis, dass das zugehörige Zertifikat gesperrt wird. Nach der Bestätigung verschwindet das Konto aus der Liste, sein Zertifikat wird in die CRL aufgenommen, und neue Verbindungen damit werden automatisch blockiert — ein Neustart des Dienstes ist nicht erforderlich. Aktive Sitzungen werden erst beim Neustart des OpenVPN-Dienstes getrennt.
‼️ Das Löschen eines Nutzers ist unumkehrbar
Den Nutzer «wie zuvor» wiederherzustellen ist nicht möglich. Selbst wenn Sie einen neuen mit demselben Namen anlegen, stellt das Panel ein neues Zertifikat für ihn aus — die alte, in die Client-App importierte .ovpn-Datei funktioniert nicht mehr, und der Client muss eine frische .ovpn importieren.
Was kommt als Nächstes
- OpenVPN. Schnellstart — Modul installieren und erste Verbindung.
- OpenVPN. Modulverwaltung — Dienst verwalten, Modul aktualisieren und entfernen.
- SMTP-Relay für den E-Mail-Versand einrichten — damit die
.ovpn-Datei per E-Mail an Nutzer geschickt werden kann.