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Xray. Multi‑Hop‑Modus

Der Multi‑Hop‑Modus verbindet zwei unabhängige BeAdmin‑Installationen zu einer Kette «Eingang → Ausgang». Der Traffic läuft Gerät → Eingangs‑Hop → Ausgangs‑Hop → Internet: das Gerät verbindet sich mit dem ersten Server, ins Internet tritt es aber bereits über den zweiten aus. Multi‑Hop ist geeignet, wenn ein einzelner Xray‑Server nicht mehr funktioniert — sein REALITY‑Handshake ist bereits von DPI erkannt oder seine IP ist nicht mehr erreichbar.

In diesem Artikel: wozu Multi‑Hop dient und wie Sie ihn aus zwei Servern aufbauen — einen Ausgangs‑Hop anlegen, einen Eingangs‑Hop damit verbinden und prüfen, dass die Kette funktioniert. Wenn Sie das Modul gerade erst kennenlernen, beginnen Sie mit Xray. Schnellstart; wie die Traffic‑Tarnung funktioniert, steht in Xray. So funktioniert der Dienst.

Wozu Multi‑Hop dient

Bei einem gewöhnlichen Xray‑Nutzer tritt der Traffic mit der IP Ihres Servers ins Internet aus, und der Provider sieht die Verbindung zu eben diesem Server. Solange der Server nicht ins Visier gerät, reicht das. Ist sein REALITY‑Handshake aber bereits von DPI erkannt oder seine IP nicht mehr erreichbar, brauchen Sie eine andere Ausgangsadresse.

Multi‑Hop trennt die beiden Punkte, an denen der Server von außen sichtbar ist:

  • Eingangs‑Hop — das, was der Provider des Nutzers sieht. Für ihn ist es ein gewöhnlicher REALITY‑Server, von einer Website nicht zu unterscheiden.
  • Ausgangs‑Hop — das, was das Internet sieht. Die Zielwebsites bekommen die Anfragen mit der IP des Ausgangs‑Hops, in einem anderen Netz und in der Regel in einem anderen Land.

Selbst wenn der Eingangs‑Hop nicht mehr erreichbar ist, bleibt die Ausgangsadresse abseits — und umgekehrt. Das ist keine Anonymisierung auf Tor‑Niveau: Die Kette fügt genau einen Zwischenknoten hinzu, um die Ausgangs‑IP zu wechseln, nicht mehr.

Was Sie brauchen

  • Mindestens zwei Server mit BeAdmin an verschiedenen Standorten — andernfalls ergibt Multi‑Hop keinen Sinn: Seine ganze Aufgabe ist es, Eingang und Ausgang auf verschiedene Netze zu verteilen. Auf jedem Server muss das Xray‑Modul installiert sein. Nennen wir sie Installation A (künftiger Eingang) und Installation B (künftiger Ausgang).
  • Den Eingangs‑Hop nehmen Sie am besten so nah wie möglich am Standort des Clients — idealerweise im selben Land: Bis zum Eingang verbindet sich das Gerät direkt, und je kürzer diese Strecke ist, desto stabiler die Verbindung. Der entfernte Punkt ist der Ausgangs‑Hop, er liefert die gewünschte Ausgangs‑IP.
  • Zugriff auf beide Panels mit Bearbeitungsrechten: Das Verbinden geschieht von Hand, durch Kopieren des Links aus dem einen Panel in das andere.

Haben Sie die Server für den Eingangs‑ und den Ausgangs‑Hop noch nicht gewählt, bieten unsere Partner einen VPS mit bereits installiertem BeAdmin — zur Auswahl in mehreren Ländern: den Eingang nehmen Sie am besten näher beim Nutzer, den Ausgang am gewünschten Standort.

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ℹ️ Die Rolle wird dem Nutzer zugewiesen, nicht dem Server

Der Multi‑Hop‑Modus ist eine Rolle des einzelnen Nutzers, nicht ein Modus der ganzen Installation. Auf einem Server leben Single‑Hop‑Nutzer, Eingangs‑Hops und Ausgangs‑Hops problemlos nebeneinander. Eine Installation kann zugleich Eingang für die einen und Ausgang für die anderen Nutzer sein — also in beide Richtungen arbeiten.

ℹ️ Multi‑Hop braucht zwei Nutzer

Die Kette setzt sich aus zwei Nutzern zusammen: einem Ausgangs‑Hop auf dem einen Server und einem Eingangs‑Hop auf dem anderen. Jeder belegt einen Slot in der Lizenz seines Servers. Brauchen Sie mehr als eine Multi‑Hop‑Verbindung, müssen Sie die Lizenz für beide Server erwerben.

Wie Sie zwei Server verbinden

Zwischen den beiden Panels gibt es keine gemeinsame Verwaltung — sie wissen nichts voneinander. Die Verbindung ist einseitig und wird von Hand hergestellt: Der Ausgangs‑Hop gibt einen speziellen Link bemh://… aus, und Sie kopieren ihn und fügen ihn in den Eingangs‑Hop auf dem anderen Server ein. Die Reihenfolge ist wichtig — erst der Ausgang, dann der Eingang.

Schritt 1. Ausgangs‑Hop auf Installation B

  1. Öffnen Sie auf Installation B das Xray‑Modul und klicken Sie auf «Nutzer anlegen».
  2. Wählen Sie im Feld «Modus» den Wert «Multi‑Hop», im daraufhin erscheinenden Feld «Rolle im Multi‑Hop» den Wert «Ausgangs‑Hop». Füllen Sie die Pflichtfelder aus und legen Sie den Nutzer an.
  3. Der Ausgangs‑Hop hat keinen eigenen Link und keinen QR‑Code — an deren Stelle steht in der ausgeklappten Zeile der Vermerk «Ausgangs‑Hop — keine Verbindungseinstellungen». Das ist normal: Ein solcher Nutzer lässt nur fremden Traffic ins Internet hinaus, verbindet sich selbst aber nicht direkt.
  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche «Link für den Eingangs‑Hop» — das Panel erzeugt und kopiert einen Link der Form bemh://…. In ihm sind die Verbindungsparameter dieses Ausgangs‑Hops verankert. Übermitteln Sie ihn auf einem beliebigen Weg an Installation A.
Eine aufgeklappte Zeile des Xray-Ausgangs-Hops: ein Platzhalter statt eines QR-Codes, ein Hinweis auf die fehlende eigene Verbindungskonfiguration und die Schaltfläche «Link für den Eingangs-Hop»

Schritt 2. Eingangs‑Hop auf Installation A

  1. Öffnen Sie auf Installation A das Xray‑Modul und klicken Sie auf «Nutzer anlegen».
  2. Wählen Sie im Feld «Modus» den Wert «Multi‑Hop», im Feld «Rolle im Multi‑Hop» den Wert «Eingangs‑Hop».
  3. Es erscheint das Feld «Link zum Ausgangs‑Hop» — fügen Sie hier den in Schritt 1 kopierten Link bemh://… ein.
  4. Füllen Sie die Pflichtfelder aus und legen Sie den Nutzer an.

Den Link zum Ausgangs‑Hop können Sie sowohl beim Anlegen als auch später einfügen — im Dialog «Bearbeiten» eines bereits bestehenden Eingangs‑Hops gibt es dasselbe Feld.

Der Xray-Dialog zum Erstellen eines Eingangs-Hops: Modus «Multi-Hop», Rolle «Eingangs-Hop» und das Feld «Link zum Ausgangs-Hop» mit einem eingefügten bemh://-Link

Der Eingangs‑Hop ist ein vollwertiger Nutzer mit eigenem Link vless://… und QR‑Code. Genau diese geben Sie dem Endgerät, wie einem gewöhnlichen Nutzer (siehe Xray. Nutzerverwaltung). Den Rest läuft der Traffic von selbst durch die Kette.

Multi‑Hop‑Status

Beim Eingangs‑Hop erscheint in der ausgeklappten Zeile die Kachel «Multi‑Hop‑Status» — sie zeigt an, ob der Eingang seinen Ausgang erreicht. Daneben ist, sobald die Verbindung eingerichtet ist, eine Kachel mit der Adresse des Ausgangs‑Hops zu sehen.

StatusWas er bedeutet und was zu tun ist
«Aktiv»Die Verbindung steht, der Ausgangs‑Hop ist erreichbar — die Kette funktioniert.
«Prüfung…»Das Panel fragt gerade den Ausgangs‑Hop ab. Warten Sie, der Status aktualisiert sich von selbst.
«Ausgang nicht verbunden»Der Link zum Ausgangs‑Hop wurde noch nicht eingefügt. Öffnen Sie den Eingangs‑Hop zum Bearbeiten und fügen Sie den Link bemh://… ein (Schritt 2).
«Ausgang nicht erreichbar»Der Ausgangs‑Hop antwortet nicht. Prüfen Sie, ob auf Installation B der Xray‑Dienst läuft, der Server eingeschaltet und über das Netz erreichbar ist und sich Adresse und Port des Ausgangs nicht geändert haben.
«Versionskonflikt»Die Xray‑Version auf dem Ausgangs‑Hop liegt unter der vom Link geforderten Mindestversion. Aktualisieren Sie das Xray‑Modul auf Installation B (siehe Xray. Modulverwaltung) und erzeugen Sie den Link für den Eingangs‑Hop erneut.

Neu verbinden und trennen

Die Verbindung des Eingangs‑Hops zum Ausgang lässt sich jederzeit ändern:

  • Mit einem anderen Ausgang neu verbinden. Holen Sie sich einen neuen Link bemh://… am gewünschten Ausgangs‑Hop und fügen Sie ihn in das Feld «Link zum Ausgangs‑Hop» des Eingangs‑Hops ein — die bisherige Verbindung wird durch die neue ersetzt.
  • Trennen. Klicken Sie in der ausgeklappten Zeile des Eingangs‑Hops auf «Trennen» (oder leeren Sie das Link‑Feld im Bearbeiten‑Dialog). Der Nutzer kehrt zum direkten Ausgang ins Internet zurück — der Traffic läuft wieder über den Eingangs‑Hop selbst, ohne den zweiten Server.

Ausgangspunkt wechseln

Um den Traffic aus einem anderen Standort austreten zu lassen, legen Sie einen neuen Ausgangs‑Hop an und verbinden den Eingang neu mit ihm:

  1. Nehmen Sie einen Server am gewünschten Standort, rollen Sie BeAdmin darauf aus und binden Sie die Lizenz — eine eigenständige Installation wie die erste.
  2. Legen Sie darauf einen Nutzer im Modus «Multi‑Hop»«Ausgangs‑Hop» an und kopieren Sie seinen Link «Link für den Eingangs‑Hop» (wie in Schritt 1 des Kettenaufbaus).
  3. Fügen Sie am Eingangs‑Hop den neuen Link in das Feld «Link zum Ausgangs‑Hop» ein. Die Endgeräte importieren nichts neu — beim Eingang bleibt sein bisheriger Link vless://… erhalten.

Was Multi‑Hop nicht leistet

  • Verbindet nicht die Verwaltung zweier Panels. Die Installationen A und B bleiben unabhängig; das Verbinden geschieht ausschließlich von Hand, über den Link. Der Name der Eingangs‑Installation wird auf der Ausgangsseite nicht angezeigt — es gibt keinen Rückkanal zwischen den Panels, der Ausgangs‑Hop weiß nicht, wer mit ihm verbunden ist.
  • Ersetzt keine Anonymisierung. Die Zielwebsite sieht die IP des Ausgangs‑Hops — das ist ein Adresswechsel, keine Verschleierung der Identität.

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